Brötchen oder Fladenbrote auf dem Benzinkocher
05.06.2015

Die sind auf Wanderungen und den kommenden Radtouren der absolute Renner! Bringen ordentlich Energie, und haben ein halbwegs angemessenes Verhältnis von Gewicht/kcal.
Und so wird’s gemacht (bei Vorbereitung zuhause) 3 Teile Weizenmehl, 1 Teil Dinkelmehl (kein Vollkorn!) mischen und in einen Gefrierbeutel schütten, 2 Gewichtsprozent Salz dazugeben, Trockenhefe im Tütchen dazulegen, Gefrierbeutel verknoten, Überstand nicht abschneiden.
Sonnenblumenöl in leichte PET Flasche füllen. Nutella in Kunststoffgefäß von Erdnussbutter füllen.

Einige Stunden vor Verzehr Alles mit Wasser in einem Topf zu Teig verkneten, Teigklumpen mit etwas Öl bestreichen und wieder zurück in den Gefrierbeutel. Mit Ausreichend Platz zum Gehen zuknoten. Gehen lassen. Dann Brötchen oder dünne Fladenbrote formen. Am besten funktionieren hauchdünne, die gesamte Pfanne (beschichtete nehmen!) ausfüllende Teigfladen. Mit viel Öl von jeder Seite goldbraun ausbacken. Mit Nutella oder Honig genießen!
Guten Appetit!

 

 

Sicherheit im Straßenverkehr
23.02.2013

-Rückspiegel montieren – ich möchte nie mehr ohne fahren!
-Generell habe ich festgestellt: Sollte Raum für riskante Überholmanöver vorhanden sein, werden andere Fahrzeuge diesen Raum leider auch nutzen. Daher versuche ich, durch meine Fahrweise dafür zu sorgen, dass dieses überhaupt nicht geschieht.
-Sollten zum Beispiel auf der Straße zwei PKWs und ein Radfahrer nicht mit ausreichendem Abstand nebeneinander fahren können, halte ich mich mit dem Fahrrad fast in der Mitte meiner Spur auf, so dass Überholversuche bei Gegenverkehr gar nicht erst möglich sind. An breiteren Stellen fahre ich dann weiter rechts und lasse überholen.
-Ich beobachte regelmäßig den sich von hinten annähernden Verkehr im Spiegel. Bei LKWs von hinten und Gegenverkehr von vorn bremse ich im Zweifelsfall lieber wenn es eng werden könnte und lege langsam rechts ein paar Meter im Schotterbett zurück, wenn es die Oberfläche dort zulässt. 40-Tonner bremsen in der Regel nur sehr ungern…
-Sollten zwei schmale Spuren in eine Fahrtrichtung vorhanden sein (aber kein Randstreifen) befahre ich die rechte Spur mittig, so dass nur auf der linken Spur überholt werden kann
-Auch bei schnellen Abfahrten mit geringem Geschwindigkeitsunterschied zum fließenden Verkehr nutze ich die gesamte Fahrbahn – vielleicht muss ich plötzlich und schnell Schlaglöchern oder Gegenständen ausweichen und dafür brauche ich etwas Platz

 

 

Durchnässter Schuh und Kälte
26.11.2012

Bei viel Regen wird der Schuh irgendwann nass, auch mit Gore-Tex Membran oder Gamaschen. Wenn es kühl ist ziehe ich dann, wenn vorhanden, ein trockenes Paar Socken an und stülpe eine Plastiktüte darüber, bevor ich in den Schuh (am nächsten Morgen) steige. Die Wärme des Fußes und der Fahrtwind können den Schuh dann langsam trocknen, wenn der Regen wieder aufgehört hat.

 

 

Verschleiß bei einer Kettenschaltung
10.11.2012

Als Orientierungshilfe:
Mit einem einzigen Satz Kettenblättern, einem Ritzelpaket und zwei Ketten bin ich 2010 14.500 Km ohne Komplikationen unterwegs gewesen. Die Kette habe ich dafür ungefähr alle 2000 bis 3000 Kilometer mit der anderen mitgenommenen getauscht, um für gleichmäßigen Verschleiß und gleichmäßige Längung der Kette zu sorgen. Dabei hatte ich:
Ketten – Rohloff SLT99 (wird leider nicht mehr hergestellt, ich nehme jetzt die Campagnolo-Ketten)
Kassette: Shimano LX
Kettenblätter: Stahl(!) für das Mittlere z.B. Shimano Deore (das kleine war von Mountain Goat)

 

 

Flutlicht für Nachtfahrten
10.11.2012

Ein guter Nabendynamo liefert genügend Leistung, um das Rücklicht hinten und zwei Scheinwerfer vorn zu versorgen. Die Scheinwerfer können parallel geschaltet werden. Sie leuchten die Fahrbahn wunderbar aus, so dass ich Schlaglöchern auch in finsterer Nacht gut ausweichen kann. So bin ich viele Nächte in der Taklamakanwüste unterwegs gewesen, als es tagsüber viel zu heiß zum Fahren war.

 

 

Klapperndes Faltschloss (Abus Bordo)
10.11.2012

Auf Schotter, schlechter Straße oder Kopfsteinpflaster hat es mich gestört, dass das Faltschloss in der Halterung klapperte. Ich habe dann etwas Isolierband um einige der Schlossglieder gewickelt, so dass die Glieder in zusammengefaltetem Zustand durch den Platzbedarf der Umwickelung zusammengepresst werden – jetzt macht das Schloss kein Geräusch mehr!
P.S.: Die Halterung lässt sich ganz gut vorn auf das Oberrohr mit großen Kabelbindern befestigen, wenn sonst am Rahmen wegen der Flaschenhalter kein Platz mehr ist.

 

 

Schmerzende Handgelenke
10.11.2012

Bei mir hat Folgendes geholfen:
-Lenker erhöhen um Last auf die Hände zu verringern
-Griffe mit großer Auflagefläche verwenden (z.B. Ergon-Griffe)
-Lenkerhörnchen montieren, um Griffpositionen variieren zu können
-Hörnchen mit möglichst großem Umfang verwenden, zur Dämpfung und Oberflächenvergrößerung diese mit Lenkerband umwickeln
-Handschuhe tragen

 

 

Wild Zelten, wenn es keinen Sichtschutz gibt
17.09.2012

Oft werde ich gefragt, wo ich schlafe, und ob es nicht verboten oder gar gefährlich wäre, mein Zelt allein irgendwo in der Landschaft aufzustellen.
Ich habe bisher so gut wie keine schlechten Erfahrungen damit gemacht und in fast jedem bereisten Land wild gezeltet. Und das mache ich bei offener Landschaft meist so: Radfahren bis in die späte Dämmerung, bis es fast dunkel ist. Eine gute zuverlässige Lichtanlage, vorzugsweise mit Nabendynamo, ist hierfür sehr praktisch. Dann suche ich mir meist einen kleinen Weg, der von der Straße wegführt, oder schiebe mein Rad einige hundert Meter von der Straße auf ein freies Feld, wo keine Häuser stehen. Das Licht am Rad schalte ich zuvor aus. Jetzt sollte es schon ziemlich dunkel sein, ansonsten einfach noch ein paar Minuten warten. Alle Autos auf der Straße fahren jetzt mit Licht, und deren Insassen sehen nun nur noch den Bereich, der durch die Scheinwerfer erhellt wird. Jetzt baue ich ganz ungestört mein Zelt auf, meistens reicht das verbleibende Licht dafür aus und nach etwas Übung sitzt sowieso jeder Handgriff selbst bei Dunkelheit. Für den Fall der Fälle habe ich noch meine Stirnlampe, die ich aber selten benutze, um nicht unnötig auf mich aufmerksam zu machen. Mit dieser Methode kann man selbst in Wüsten mit Kilometerweiter Sicht am Tage nachts ungestört zelten. Auch in dicht besiedelten Gebieten funktioniert das wunderbar, denn wer begibt sich nachts schon auf ein abgeerntetes Feld?
Ich koche übrigens meist mittags und nicht am Abend, so dass ich nur noch mein Zelt aufschlagen muss und schlafen gehen kann, oder höchstens noch etwas kleines Kaltes esse

 

 

Zeltunterlage
17.09.2012

Hier hat sich eine einfache Gewebeplane aus dem Baumarkt bewährt. Meist nehme ich eine ziemlich große Plane, und falte sie dann entsprechend dem Grundriss meines Innenzeltes, so dass ich drei oder vier Lagen Plane übereinander erhalte. Die Planen haben oft Ösen, und wenn man geschickt faltet, kann man seine individuelle Faltung mit Kabelbindern über die Ösen fixieren. Es ist darauf zu achten, dass die Plane nicht unter dem Zelt hervorschaut, sonst leitet man das Regenwasser, was am Außenzelt hinunterläuft, direkt unter das Zelt, wo es sich zwischen Innenzelt und Plane sammeln würde – und zwangsläufig irgendwann in das Innenzelt hineinsickert. So eine Plane hat viele Vorteile: Sie ist deutlich robuster als Zeltunterlagen die man bei den Reisebedarfsgeschäften erhält. Gerade wenn man in dornigen oder felsigen Gebieten unterwegs ist, wird man die Plane schnell zu schätzen wissen. Auch unterwegs für die Pausen, als Mittagsschlafunterlage oder häufig gefaltet als bequeme Sitzunterlage verwende ich die Plane regelmäßig. Unterwegs bei Starkregen, wenn es dazu noch kalt ist, verwende ich die Plane als Wetterschutz und wickele mich darin so lange ein, bis der Regen etwas nachlässt. Weitere Verwendung findet die Plane im Flugzeug: Hier darf man oft nur ein Gepäckstück mitnehmen, daher wickele ich meist die ganzen Packtaschen in der Plane ein, und fixiere das ganze Paket mit einer Rolle Klebeband.

 

 

Der Benzinkocher und die rußigen Hände
17.09.2012

Das hat mich lange Zeit gestört, dass ich nach jeder Mittagsrast ganz schmutzige Hände von der Handhabung des Benzinkochers hatte. Mittlerweile nehme ich ein paar ganz enganliegende dünne, mit Nitril beschichtete Handschuhe mit (z.B. von Maxiflex), die gleich neben dem Kocher verstaut werden, und so immer griffbereit sind. Zum Auf- und Abbau des Kochers und des Windschutzes trage ich nun diese Handschuhe, und freue mich über stets saubere Hände!

 

 

Benzintransport
17.09.2012

Hier braucht es keine große schwere Brennstoffflasche, eine kleine 0,5 oder 0,6l-Flasche reicht vollständig. Je nach Entfernung der nächsten Tankmöglichkeit nehme ich zusätzliches Benzin in einer einfachen PET-Flasche mit. Das hat den Vorteil, dass die Flasche in wieder stärker besiedelten Gebieten einfach entsorgt werden kann, und der Stauraum wieder zur Verfügung steht. Damit die Packtaschen nicht nach Benzin riechen und um Stauraum für Anderes zu erhalten, kann man die Brennstoffflasche samt Pumpe ganz gut unter dem Oberrohr mittels eines Flaschenhalters und eines kleinen Zurrgurtes fixieren. Den Flaschenhalter befestigt man am besten mit großen breiten Kabelbindern. Gegen das Verrutschen des Halters habe ich ein dünnes Stück Gummi untergelegt, Isolierband erfüllt denselben Zweck.

 

 

Hygiene unterwegs
17.09.2012

Beim Radfahren kommt man schon mal ins Schwitzen, gerade wenn man viel Gepäck dabei hat oder einen Berg hinauffährt. Dazu kommt noch der ganze Staub von der Straße. Da ist eine Dusche am Abend sehr erfrischend, und das lässt sich auch trotz des wild Zeltens einfach realisieren: Benötigt wird ein 10l Wasserbeutel von Ortlieb, ein kleiner Bohrer und eine Bohrmaschine. Der Wassersack hat vor dem Ventil einen Staubschutz, die Staubkappe. Diese wird einfach je nach Bohrerdurchmesser sechs oder siebenmal durchbohrt. Und schon ist die Campingdusche fertig. 10l Duschwasser reichen gut für eine Person – man hat genügend Zeit den Staub abzuwaschen, sich einzuseifen und abzuduschen. In dicht besiedelten Regionen kann man den Beutel in der letzten Ortschaft die man durchfährt auffüllen. So muss man die 10Kg Extragewicht nicht den ganzen Tag mitbewegen. Die am Wassersack befestigten Gurte eignen sich hervorragend dazu, den Sack hinten auf dem Gepäckträger über dem restlichen Gepäck fest zu schnüren. Der Tubus Expeditionsträger „Cargo“ beispielsweise trägt bis zu 40Kg Gepäck, daher sollte das Extragewicht kein Problem darstellen. Ist das Zelt dann abends aufgeschlagen, lässt sich der volle Wassersack mit den Gurten ganz gut an einem Baumast aufhängen, wenn ein solcher in Reichweite vorhanden ist. Ansonsten kann man zur Dusche den Sack auch gut über Kopf halten. Übrigens: Gaststätten eignen sich hervorragend zur Befüllung des Sackes, denn hier gibt es immer heißes Wasser, und man stört Niemanden. Es kann ruhig richtig heißes Wasser genommen werden, dann ist das auch noch in zwei Stunden angenehm warm.
Sollte sich einmal keine Möglichkeit ergeben Wasser zu bekommen, sind feuchte Babytücher immer noch eine Alternative. Diese am besten zum Schutz vor Austrocknung noch einmal in eine Plastiktüte einwickeln oder ab und an einen Schluck Wasser in die Packung geben.

 

 

Bargeld im Ausland
17.09.2012

Währungen in bar wechsele ich nicht besonders gern. An manchen Landesgrenzen erschienen mir die Geld tauschenden Menschen arg dubios, oder waren auch einfach super aufdringlich. Daher wechsele ich an den Grenzen meist nur einen kleinen Betrag, und fahre einen Geldautomaten in der nächsten größeren Stadt an. Die Comdirekt-Bank stellt beispielsweise kostenlose Visakarten aus, mit denen sich ebenfalls gebührenfrei weltweit Geld abheben lässt. Selbst in Ländern wie Pakistan funktionierte das problemlos. Im Netz lassen sich weltweit die entsprechenden ATM Standorte recherchieren. Für Spezialfälle wie den Iran sollte man natürlich ausreichend Bargeld über die Grenze bringen (möglichst US Dollar, heute vielleicht auch schon den Euro…)